Schenkt uns Zeit

So mancher mag sich wundern, sollte er zur Zeit zufällig an einem Mitglied unserer Band vorbeilaufen. Er mag auch seltsam irritiert sein, sollte er folgendes Wort dabei immer und immer wieder in rhythmischen Abständen hört: Album … Album … Album … Keine Sorge, dieser Jemand beschwört gerade lediglich die Fertigstellung unseres Debüts herauf! Schon sehr lange sitzen wir an den gleichen 13 Songs und werkeln an Details und Grundsätzlicherem. Unterstellt uns Obsession, wir nennen es Leidenschaft!

Manche Vorgänge sind von außen kaum zu verstehen. Dazu gehören auch die genauen Gründe, wieso Bands die Veröffentlichung ihrer Alben immer weiter aufschieben. Nun ist üblicherweise die Veröffentlichungspolitik der großen Plattenfirmen meist dafür verantwortlich. Man möchte kein neues Album von Chris Brown gleichzeitig zu Rihanna’s Chartbreaker rausbringen. Nicht, dass die eine Veröffentlichung die andere schlägt.
Diese Politik ist nicht unser Problem. Die Gründe liegen ganz woanders: Wir sind nun mal einfach keine Profis. Unsere Brötchen mögen es verdient zu werden, bevorzugt an Arbeitsplätzen. Das ist gemeinhin der Ort, an dem man ist, wenn man keine Zeit für seine Liebsten hat. Dann nebenbei noch semi-professionell Musik? Man kann uns die Leidenschaft nicht absprechen. Und unseren Lebenspartnern ein gewisses masochistisches Verständnis.

In den nächsten Wochen werden wir immer mal wieder Details der Produktion bekanntgeben, wohl auch wieder dementieren. So läuft das Spiel. Was steht denn mittlerweile schon fest? Achja, Leuchtturm wird drauf sein. Wie weit sind wir denn schon? Nun, Gitarre ist bis auf Details fertig eingespielt. Die Stimme ist auch fast durch. Also im Kasten. Falls Cajón und Bass sich auch mal dazu herablassen, ihren Teil beizutragen, trägt der musikaffine Bäcker die gesamte Rührschüssel in den Mix. Nach dieser swingenden Herausforderung folgt das abschmeckende Mastering, dann ab in den Ofen des Label. Mal sehen was herauskommt.
Nach all dieser Zeit, der Auseinandersetzung, der Entscheidungen, wäre dies eine Erleichterung, ein Meilenstein. Kurz: Wir können es kaum erwarten, das fertige Werk in der CD-Handlung unseres Vertrauen zu kaufen, es dann endlich in unserer Hand halten zu dürfen!

Tatsächlich gibt es aber noch andere Dinge an der Seitenlinie, die wir einwechseln dürfen. Wir freuen uns besonders auf unser erstes Festival in weniger als einem Monat. EINEM MONAT! So mancher erinnert sich noch an einen Artikel des Rhein-Sieg Anzeigers im Frühjahr letzten Jahres. Das Thema: Conte! Nun veranstaltet genau diese Redaktion zum zweiten Mal einen musikalischen Abend mit ausgewählten Künstlern aus der Heimatklänge-Rubrik, und zwar am am 15. März. Und wir sind eine von vier Bands, die dabei sind!
Mit so unterschiedlichen Künstlern wie Dorfmusic, Stolex und CALIBER.X stehen wir auf einer Bühne. Solch besondere Momente gebühren einer besonderen Vorbereitung. Keine Sorge: Der Beat steht, von Gitarrenwänden flankiert, Willi lässt sich die Haare wachsen. Bis März sind wir bereit!

Ein weiterer Traum geht für uns im Mai in Erfüllung. Wir treten im Siegburger Stadtmuseum auf! Am 11. Mai darf man uns im Forum live erleben. Aber psst … der Rahmen ist ganz besonders geheim, da dürfen wir nichts verraten. Wer flüstert, der lügt? Nicht unbedingt!

Das klingt alles nach einem tollen Plan. So großartig die beiden Auftritte jedoch sind so sehr wir uns freuen, sind sie leider eher kurz. Wer uns in voller Länge erleben möchte, der hat dafür am 25. Mai wieder Zeit. An dem Tag gestalten wir wieder einen schönen Abend im Jungen Forum Kunst. Ach und übrigens: Mathias veröffentlicht seinen Jugendroman »Die Südstadtdetektive« in gerade mal sechs Tagen! Schaut doch einfach mal in seine neu gestaltete Webseite rein!